Lösungen für Terrasenüberdachungen gibt es jede Menge und es ist nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Es gibt Bausätze von Obi, Hornbach und zahlreichen Internetshops. Mit ausreichend handwerklichem Geschick kann man sich auch komplett selbst behelfen. Sie können den regionalen Handwerker aus der Umgebung anfragen oder sich direkt an die Systemanbieter, wie z.B. Schüco oder Solarlux wenden. Letztere werden Sie aber mit großer Wahrscheinlichkeit wieder an ihre lokalen Handwerkspartner verweisen.

Wichtigste Entscheidungsfaktoren sind dabei der Preis, Sicherheit (Ein 4x1m VSG 12 mm Glaselement wiegt 130kg und wer will da gerne bei nicht-fachmännische Aufstellung mit seiner Famile drunter sitzen), sowie Verfügbarkeit (insbesondere bei der Montage) und die Langlebigkeit. Terrassenüberdachungen sollten dabei als Investition betrachtet werden, die einem über mehrere Jahrzehnte Freude bereiten und den Wert der Immobilie nachhaltig steigern sollen.

 

Die erste Entscheidung bei der Auswahl der Terrassenüberdachung wird meist bezüglich der Dachplatte gefällt – Polycarbonat oder Glas.

Der Vorteil von Polycarbonat is ganz klar der Preis, im Schnitt kosten Polycarbonat Platten ca. 50% weniger als Glas und sind darüber hinaus hitzebeständiger. Dahingegen verwittern Polycarbonat Platten deutlich schneller als Glas und sehen über die Jahre eventuell nicht mehr ganz so edel aus.

 

Wurden in den 70zigern hauptsächlich reine Stahl-Unterkonstruktionen mit Well-Blech, Eternit oder Polyester Wellbahnen eingedeckt, setzte sich im Laufe der Zeit die Aluminium-Unterkonstruktion mit Glaseindeckung bei Terrassenüberdachungen durch. Es kamen viele verschiedene Hersteller auf den Markt.

Bekannteste Hersteller solcher Lösungen in Deutschland sind beispielsweise Schüco, Solarlux oder Teranda. Wir bei Landauer waren bei dieser Entwicklung von Anfang an dabei und entwickelten unsere eigene flexible belanda Lösung.

 

Im Folgenden werden wir auf die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale der gängisten Lösungen von Alukonstruktion mit Glaseindeckung eingehen, die bei Ihrem Entscheidungsprozess eine hilfreiche Stütze sein können.

 

Stützen

Bei den meisten Herstellern wird ab 4m Dachbreite eine Mittelstütze erforderlich. Bei belanda können wir ohne Mittelstütze bis zu 7m freispannen ohne die Optik zu beeinträchtigen, da wir den vorderen Träger flexibel wählen können.

 

Sparrenabstände und Einglasung

Die Glasdicke wird dabei in mm angegeben und hängt von der Schnee/Windlast, sowie den Sparrenabstände (Rastermaß) ab. VSG bedeutet Verbundsicherheitsglas und ist der Standard bei Überdachungen, da durch eine reißfeste Folie im Falle eines Bruches Splitter verhindert werden und die Verletzungsgefahr erheblich reduziert wird. Als Referenz nehmen wir das geprüfte belanda System her, um das Verhältnis der Sparrenabständen und Längenmaßen mit den VSG Maßen zu illustrieren (bei Schneelast von max. 125 kg/qm):

 

VSG   8 mm         Rasterabstand 0,75 m / Scheibenlänge 3,0 m

VSG 10 mm         Rasterabstand 0,90 m / Scheibenlänge 3,0 m

VSG 12 mm         Rasterabstand 1,00 m / Scheibenlänge 4,0 m an einem Stück

 

Wenn die Unterkonstruktion biegesteifer ausgeführt wird (L/300) können auch noch längere Scheiben eingebaut werden.

Polycarbonat und Acrylglasplatten sind in der DIN 18008 nicht geregelt und man kann sie nach Lust und Laune verlegen. Man muss aber die Verlegevorschriften der Hersteller beachten. Die liegen meist bei einer Breite von einem Meter und einer Länge von 5-6 m.

 

Hausbefestigung

Des Weiteren wird bei jeder Dachkonstruktion die Befestigung am Haus berechnet. Isolierputz und Mauerbeschaffenheit spielen dabei eine große Rolle. Bei isolierputz gibt es verschieden Systeme um die Isolierung zu überbrücken, z.B. von Hilti , Würth oder Fischer.