Balkongeländer aus Metall und Glas.

Befestigungen von Geländern - von vorn oder von unten?

Geländer müssen gemäß LBO´s stand- und verkehrssicher sein. Der Standsicherheitsnachweis ist für jede Absturzsicherung entweder durch einen Typenschutz oder individuelle Statik zu erbringen. Die Erstellung der Statik ist Aufgabe der Planung.

Die einwirkenden Kräfte sind genau definiert und einzuhalten (z.B. Horizontalkraft von 50kg).

Werden Stahl- oder Edelstahlgeländer geschweißt, müssen die herstellende Betriebe, gemäß Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmung (W-TB), Analyse 1.2.4/5, im Besitz eines entsprechenden EG-Zertifikates über die werkseigene Produktionskontrolle nach EN 1090-1 und eines Schweißzertifikates sein. Bitte bei den ausführenden Betrieben danach fragen!

 

Die Befestigung von vorn

Stirnseitige Montage an Balkonplatte oder Treppenstufe. Am weitesten verbreitete Montageart für Balkongeländer. Bei Treppengeländern schwierig, da die Größe des Treppenauges die Montage oftmals erschwert.

Vorteile

  • Optimale Flächenausnutzung.
  • Relativ einfache Montage.
  • Die Ankerplatte kann optisch schön gestaltet werden.

Nachteile

  • Der maximale Pfostenabstand ist aus statischen Gründen abhängig von der Dicke der Betonplatte.
  • Bei zu geringer Dicke der Betonplatte können keine zugelassenen Dübel eingesetzt werden.
Geländerbefestigung von vorn: Die Befestigung muss ausreichende Widerstandsgrößen aufweisen, um Momente und Querkräfte in beide Richtungen aufnehmen zu können und um diese nachweisbar in das Massivbautragwerk einleiten zu können. Die Anforderungen der Befestigungsmittel hat großen Einfluss auf die aufnehmbaren Schnittgrößen.

 

Die Befestigung von unten

Befestigungen unter der Balkonplatte oder Treppenstufe. Wird bei Balkonen in zunehmenden Maße durchgeführt, bei Treppen eher unüblich.

Vorteile

  • Statisch einfach nachweisbar.

Nachteile

  • Schwierige Überkopf-Montage.
  • Unschön von unten zu betrachten.
  • Nicht möglich bei Umwehrungen auf Anbauten z.B. Garagen.
Geländerbefestigung von unten: Die Befestigung muss ausreichende Widerstandsgrößen aufweisen, um Momente und Querkräfte in beide Richtungen aufnehmen zu können und um diese nachweisbar in das Massivbautragwerk einleiten zu können. Die Anforderungen der Befestigungsmittel hat großen Einfluss auf die aufnehmbaren Schnittgrößen.

 

Die Dübel

Es stehen verschiedene Ausführungen zur Verfügung. Im Außenbereich müssen immer Edelstahldübel verwendet werden. Ob Spreizdübel, Schwerlastanker oder Klebedübel verwendet werden müssen hängt von der Einbausituation und den Randabständen ab.

 

Die Pfosten und Handläufe können als Rund- oder Vierkantrohre gefertigt werden und die Auswahl spielt bei der Statik nur eine geringe Rolle. Bedingt durch die häufig gewählten kleinen Querschnitte (z.B. Durchmesser 42mm) sind die Pfostenabstände meist zwischen 1,0 und 1,2m.