Wichtig und unerlässlich sind Verschattungssysteme für die Glasdächer. Ein Glasdach ohne Verschattung funktioniert und bringt den Bauherren nur Freude, wenn es auf der Nordseite des Hauses angebracht wird.

Sollte die Überdachung keine seitlichen Windschutzwände aus Glas bekommen, kann eine leichtere und Windwetter unabhängige Innenmarkise angebracht werden, da der Wärmestau zwischen Markise und Glasdach seitlich abfließen kann. Eine Unterglasdach-markise kann bis zu 4m ausgeführt werden und hat den Vorteil, dass sie der Witterung nicht ausgesetzt ist und keinen Wind- Sonnenwächter benötigt.

Sollten Seitenwände an das Glasdach angebracht werden ist eine Außenmarkise zu empfehlen. Wenn der Sonnenschutz außen angebracht wird, kann sich kein Wärmestau zwischen Markise und Glasdach bilden, da die Sonne den Innenraum nicht erreicht. Eine Außenmarkise kann bis zu einer Breite von 6,5m ausgeführt werden.

Eine andere Anwendungsform sind Senkrechtmarkisen. Als Sicht- und Sonnenschutz stehen verschiedenen Stoffe zur Verfügung. Soltisgewebe hat sich etabliert, da durch die schräge Perforation der Einblick von außen erschwert wird.

Nicht unerwähnt sollte die neue Zipversion bleiben. Um den Stoff besser spannen zu können, wird in die Führungsschienen seitlich eine Art Reißverschluss eingebaut. Dies spannt den Stoff besser und macht ihn auch Windstabiler, bei Innen-, Außen- und Senkrechtmarkisen.

Acryl-, Polyester-, Glasfaser- und Soltisgewebe® können eingesetzt werden.

In den Anfängen bei der Herstellung von Markisen wurde Segeltuch verwendet. Danach wurde lange Jahre nur Acrylgewebe angeboten. Acryl ist ein hervorragender Stoff für Markisen. In den letzten Jahren wurden die Markisen aber immer mehr – fälschlicher Weise – als Regenschutz verwendet. Acryl hat die Eigenschaft bei Nässe zu verformen und im trockenen Zustand „wellig“ zu bleiben, was allerdings kein Qualitätsverlust ist, sondern nur eine optische Beeinträchtigung bedeutet. Acryltücher sind bekannt für Ihre außergewöhnliche Langlebigkeit, hohe UV-Beständigkeit und bestehende Farbbrillanz über viele Jahre hinweg.

 

Acrylgewebe
Acrylgewebe

Polyestergewebe besitzen ein gutes Rücksprungverhalten und werden sich auch bei Nässe nicht langfristig verformen und bei Trocknung wieder straffen. Außerdem besitzt das Gewebe eine natürliche textile Haptik für einen besonders wohnlichen Charakter.

 

Polyestergewebe

 

Soltisgewebe® (perforierter Kunststoff) hat sich bei den Senkrechtmarkisen etabliert, da man durch die Perforation hindurchsehen kann und nicht wie vor einer Wand steht, was eine verbesserten Blick in das Umfeld ermöglicht. Gleichzeitig wird aber durch die schräge Perforation ein Einblick weiter aus der Ferne von außen erschwert.

 

Soltis® (PVC)

 

Glasfaser zeichnet sich durch eine besondere Strapazierfähigkeit aus und ist entsprechend pflegeleicht.

 

Glasfasergewebe

 

Jeder Stoff hat seine bestimmte Eigenschaft und kann den baulichen Gegebenheiten und Vorlieben der Bauherren entsprechend ausgewählt werden. Acry, Polyester und Glasfaser können auch als Zipversion montiert werden. Im Allgemeinen sind die preislichen Unterschiede allerdings relativ gering.

Falls Sie sich nicht sofort entscheiden können oder die Kraft der Sonne unterschätzt hätten, kann man beruhigt sein, da sich eine Markise auch immer nachrüsten lässt.

Der Antrieb von Markisen wird heutzutage fast immer mit Motor gestaltet, da die preislichen Unterschiede zum Handantrieb mittlerweile vernachlässigbar sind. Verschiedene Steuereinheiten, wie BUS-Systeme oder Apps für IOS und Android stehen dabei zur Verfügung, sowie 1, 5, und 15 Kanal Handsender.