Das Vordach

Vordächer haben vor Schaufensteranlagen und Hauseingängen eine Schutzfunktion gegen Witterungseinflüsse wie Regen, Eis und Schnee. Sie werden weiterhin als gestalterisches Element für die Gebäudefassade eingesetzt. Der Hauseingang wird als die Visitenkarte eines Hauses gesehen. Deshalb wird auf eine ästhetische Form und Ausführung großen Wert gelegt.

Vordächer können freitragend ausgebildet, auf Stützen gelagert oder mit Abhängern an der Fassade verankert werden.

Bauaufsichtliche Anforderungen an Vordächer gelten nach <Musterbauordnung> § 3. Die baulichen Anlagen und Bauprodukte sind so zu errichten und herzustellen, dass sie gebrauchstauglich sind und von ihnen keine Gefährdungen ausgehen können. Dabei sind die eingeführten Technischen Baubestimmungen zu beachten.

Dachformen

Vordächer werden als Pultdach, Walmdach, Bogen- oder Tonnendach ausgeführt.

Dachformen für Vordächer: a) Pultdach konische Konsolen, b) Flachdach geschlossen, c) Pultdach mit Sprossen, d) Flachdach, e) Schrägdach, f) Giebeldach zweischiffig, g) Tonnendach, h) Giebeldach
Dachformen für Vordächer: a) Pultdach konische Konsolen, b) Flachdach geschlossen, c) Pultdach mit Sprossen, d) Flachdach, e) Schrägdach, f) Giebeldach zweischiffig, g) Tonnendach, h) Giebeldach

Tragende Konstruktion

Unterkonstruktionen für Vordächer können aus Stahl mit Beschichtung, Stahl feuerverzinkt, nichtrostendem Stahl, Aluminium oder Holz ausgeführt werden. Auch tragende Konstruktionen aus Stahlbeton sind möglich.

Dachabdeckung

Es dürfen nur witterungsbeständige Materialen verwendet werden. Dies können Aluminium- oder Zinkblechabdeckungen, Kunststoffe wie Acrylglas oder Polycarbonat sein, vor allen Dingen aber Glasabdeckungen in verschiedenen Formen und Glasarten.

Wichtig ist hier, dass Eindeckungen von Vordächern den statischen Anforderungen genügen und aus splittersicheren Materialen bestehen müssen.

Bei Verglasungen ist nur Material zu verwenden, das den Vorschriften der <DIN 18008> entspricht.

Ansonsten ist eine Zustimmung im Einzelfall bei der obersten Baubehörde einzuholen (z.B. bei punktgestützten Verglasungen).

Nicht-transparente Eindeckungen und Acrylglas sind nicht geregelt, wichtig ist, dass sie stabil sind und niemand verletzen können, sonst ist erlaubt was gefällt. Man sollte sich jedoch an die Montage Richtlinien der Plattenhersteller halten.

Statik

Vordächer haben Kräfte aus Eigengewicht und aus den auf das Vordach einwirkenden Kräften nach <EN 1991> aufzunehmen. Vordächer sind keine geschlossenen Bauwerke. Es treten hier verstärkt Wind- und Sogkräfte auf. Die Kräfte sind in die anschließenden Bauteile einzuleiten. Der Metallbauer hat deshalb eigenverantwortlich Materialwahl und Dimensionierung aufgrund dieser Kräfte vorzunehmen. Es empfiehlt, sich eine statische Berechnung vorzunehmen.

Bauaufsichtlich zugelassene Systeme

Von Systemhersteller zu beziehende Vordächer besitzen teilweise eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ist auf bestimmte Materialien, Minimal- und Maximalabmessungen,  Materialdicken, Befestigungsmittel und Befestigungsarten begrenzt. 

Es darf hier keinerlei Veränderungen gegenüber dem System vorgenommen werden.

Die Anwendung und Montage dieser „Systemvordächer“ darf deshalb nur innerhalb der Zulassung erfolgen.

Untergrund für Befestigung des Vordachs

Die Art der Befestigung hängt von der Form des Vordaches, von den Möglichkeiten der Befestigung an der Hauswand (Mauerwerk, Beton, Wärmedämmverbundsystem (WDVS), vorgehängte hinterlüftete Fassade usw.) bei zugelassenen Systemvordächer von der Zulassung ab.

Dübelbefestigung

Die Auswahl der Dübel ist auf die einwirkenden Kräfte und auf den Werkstoff, in den der Dübel einzusetzen ist, abzustimmen. Es dürfen nur Dübel mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung eingebaut werden. Es ist dringend zu beachten, dass nur Dübel verwendet werden, die ein Zulassung für die Verwendung „im Freien“ besitzen, das heißt aus nichtrostendem Stahl bestehen.

Bei Wärmeverbundsystemen ist inbesondere auf die richtige Auswahl der Dübel mit Distanzen oder druckfeste Platten zu beachten, damit die Wärmedämmung nicht zusammengedrückt wird .

Dies kann sehr aufwändig und mit bis 50.- Euro pro Bohrung relativ kosteninsentiv sein.

Entwässerung

Die Entwässerung ist schon bei der Planung des Vordachs in die Überlegungen einzubeziehen. Wasser, Schnee und Eis sind sicher nach außen abzuleiten. Schäden an der Außenwand des anschließenden Gebäudes sind zu verhindern. Die Wasserableitung kann direkt, ohne Rinne erfolgen, es kann eine vordere Rinne mit seitlichem Wasserspeier oder eine Rinne mit Fallrohr eingebaut werden.

Das Gefälle des Vordachs sollte in der Regel nicht gegen das anschließende Gebäude zeigen. Wird ein Vordach mit Gefälle gegen das Gebäude hin geplant, so muss auf eine einwandfreie Wasserableitung und Entwässerung geachtet werden, eine Durchfeuchtung des Gebäudes durch Regenwasser oder Schneesäcke ist zu vermeiden. Öffnungen im Vordach, die das Einnisten von Insekten wie z. B. Wespen ermöglichen können, sind selbstverständlich auch zu vermeiden.

Korrosionsbeständigkeit

Es sind nur Materialien zu verwenden, die korrosionsbeständig sind oder einen dauerhaften Korrosionsschutz erhalten. Auf Spalt- oder Kontaktkorrosion ist zu achten.

Bei Stahl mit Beschichtung ist darauf zu achten, dass alle Flächen frei zugänglich und vollflächig beschichtet werden können. Feuerverzinkte Konstruktionen sind nach <EN ISO 1461> zu gestalten, eine Kombination mit Beschichtung im Duplex-Verfahren ist empfehlenswert.

Befestigungsmittel wie Schrauben sind, genauso wie die Dübel, aus nichtrostendem Stahl einzubauen.

Zusatzelemente

Als Zusatzelemente können Seitenteile angebracht werden. In das Vordach kann auch eine Beleuchtung integriert werden. Hierbei, muss ein leichter Zugang zu den Beleuchtungsmittel gewährleistet sein. Die Verlegung der Elektrokabel hat nach den Vorschriften für elektrotechnische Anlagen zu erfolgen.


Fundamente für Terrassenüberdachungen und Wintergarten

Eine reine Terrassenüberdachung ohne Seitenwände benötigt lediglich Punktfundamente für die Stützen. Diese sollten mindestens 80 cm, besser 1,0 m tief sein und in gewachsenem Boden (nicht aufgefüllter Boden z.B. Arbeitsräume von Kellern) eingebaut werden.

Warum so tief?

In Deutschland ist die Frostgrenze im Boden bei ca. 80 cm d.h. es kann sich kein Eis unter dem Fundament bilden und es durch die Volumenvergrößerung von Wasser zu Eis anheben und wiederum weiter absinken lassen. Es hat sich herauskristallisiert, dass es am besten ist, wenn man zuerst die Löcher in das Erdreich gräbt, eine Betonsteinplatte 40x40 cm auf dem Boden des Loches legt, die Dachkonstruktion vorne auf Böcke aufbaut, die Stützen auf Maß absägt und dann die Stützen auf die Betonplatte stellt. Die Stützen sollten im Bereich des Fundaments mit ein paar Schrauben bestückt werden. Die Schraubköpfe verhindern dann ein „Verrutschen“ der Stützen im Fundament (ähnlich wie bei Steinfallen). Optimal für die Stabilität des Fundamentes wäre ein Baustahlkorb mit 20x20 cm Breite und 50 cm Tiefe rings um die Stützen. Danach kann das Loch mit Beton ausgefüllt werden.

Den Beton kann man fertig liefern lassen oder aus Säcken (Fertigbeton) in einer Wanne mit Wasser anmachen. Beim Verfüllen ist darauf zu achten, dass der Beton gut gerüttelt wird, so dass keine Luftblasen entstehen. Es gibt auch Betonmischungen bei denen man den Beton aus dem Sack trocken in das Loch einbringt und dann Wasser darauf gießt und es sich selbst vermischt. Wie gut diese Art des Betonierens hält muss die Zukunft zeigen. Es gibt kein Prüfzeugnis dafür.

Sollten Seitenwände oder Schiebeelemente eingebaut werden ist eine Betonplatte die beste Lösung. Selbige wird an der Hauswand befestigt und vorne auf Punkt- oder Streifenfundamente aufgesetzt.

Stahlarmierungen sind notwendig (Verstärkung von Betonbauteilen zur Erhöhung der Tragfähigkeit). Diese Arbeiten sind sehr aufwendig und sollten von einem Fachmann (Maurer, Betonbauer) ausgeführt werden. Wird ein thermisch getrennter Wintergarten auf die Betonplatte montiert, werden die Stirnseiten mit mindestens 8 cm Styrodur isoliert. Nach Aufbau des Wintergartens mit thermisch getrennter Sattelschiene wird die Betonplatte isoliert und ein Estrich angebracht. Bodenbeläge aus Natur- oder Betonstein sowie Keramikfliesen stehen zur Auswahl.

Wird nur auf einer Seite eine Schiebewand angebracht (restliche Seiten bleiben offen) kann selbige auch auf Streifenfundamente aufgebaut werden.


Kaltwintergarten

Von der Überdachung zum Glashaus

Mit senkrechten Verglasungselementen kann man seine Überdachung relativ einfach in einen „Sommergarten“ (unisoliertes Glashaus oder Kaltwintergarten) verwandeln. Sie können einzelne Seiten oder auch die komplette Überdachung senkrecht gegen Wettereinflüsse oder zum Sichtschutz verschließen. Eine Grundsätzliche Frage wäre der Einsatz von Verglasungen mit Rahmen oder als Ganzglas, wobei die rahmenlose Elemente filigraner sind aber die Verglasungen mit Rahmen eine höhere Dichtigkeit aufweisen. Folgende Varianten stehen für das Upgrade zur Verfügung:

  • Die einfachste und günstigste Lösung sind Festverglasungen, in denen man auch Fenster, wie Dreh-Kipp Fenster oder Kipp Fenster einbauen könnte. Die Festverglasungen eignen sich besonders zum verschließen der sogenannten Wetterseite oder als Sichtschutz zum Nachbarn.

 

  • Schiebetüren können bis zu 5-läufig sein, als Ganzglas oder mit Rahmen. Die Türbreite darf hier bis zu 1,50 m sein, was auch bei geschlossenen Elementen einen schönen Ausblick nach draußen ermöglicht. Ein Element ist festverglast und die beweglichen Module werden quasi dahinter geschoben. Bei 5 Läufen kann diese Lösung allerdings in der Breite ein wenig auftragen ist aber die gängiste und unkomplizierteste Lösung.

 

  • Schiebe-Dreh-Elemente gibt es mit und ohne Rahmen bis maximal 0,75m Türbreite. Sie sind 1-läufig und werden einzeln in eine Ecke geschoben und nach innen oder außen gedreht. Dadurch erhält man, bis auf den „Bahnhof“, die gesamte Öffnung frei. Das verschieben über Eck ist möglich und realisierbar auch mit einer maximalen Türbreite von 0,75 m.

 

  • Faltelemente mit Rahmen (Ziehharmonikaeffekt) können bis zu 3,0 m hoch und mit einer Türbreite von max. 1,0 m gebaut werden. Auch hier kann man fast die gesamte Öffnung frei bekommen.

 

  • Hebeschiebetüren sind eine weitere Lösungsmöglichkeit, kommen aber hauptsächlich bei Warmwintergärten zum Einsatz. Diese können bis zu einer Türbreite von max. 3,0 m realisiert werden. Damit kann man einen schönen Ausblick bei geschlossenen Türen genießen und zum öffnen, die mittleren Elemente nach außen auf die Festverglasungen schieben. Die gesamte Öffnung bekommt man hier aber wie bei den Schiebe-Dreh-Elemnten oder den Faltelementen nicht frei.

 

Ein Mix der fünf verschiedenen senkrechten Verglasungselemente ist selbstverständlich auch möglich.


Innenmarkise an Terrassenüberdachung

Markisen und Verschattungen

Wichtig und unerlässlich sind Verschattungssysteme für die Glasdächer. Ein Glasdach ohne Verschattung funktioniert und bringt den Bauherren nur Freude, wenn es auf der Nordseite des Hauses angebracht wird.

Sollte die Überdachung keine seitlichen Windschutzwände aus Glas bekommen, kann eine leichtere und Windwetter unabhängige Innenmarkise angebracht werden, da der Wärmestau zwischen Markise und Glasdach seitlich abfließen kann. Eine Unterglasdach-markise kann bis zu 4m ausgeführt werden und hat den Vorteil, dass sie der Witterung nicht ausgesetzt ist und keinen Wind- Sonnenwächter benötigt.

Sollten Seitenwände an das Glasdach angebracht werden ist eine Außenmarkise zu empfehlen. Wenn der Sonnenschutz außen angebracht wird, kann sich kein Wärmestau zwischen Markise und Glasdach bilden, da die Sonne den Innenraum nicht erreicht. Eine Außenmarkise kann bis zu einer Breite von 6,5m ausgeführt werden.

Eine andere Anwendungsform sind Senkrechtmarkisen. Als Sicht- und Sonnenschutz stehen verschiedenen Stoffe zur Verfügung. Soltisgewebe hat sich etabliert, da durch die schräge Perforation der Einblick von außen erschwert wird.

Nicht unerwähnt sollte die neue Zipversion bleiben. Um den Stoff besser spannen zu können, wird in die Führungsschienen seitlich eine Art Reißverschluss eingebaut. Dies spannt den Stoff besser und macht ihn auch Windstabiler, bei Innen-, Außen- und Senkrechtmarkisen.

Acryl-, Polyester-, Glasfaser- und Soltisgewebe® können eingesetzt werden.

In den Anfängen bei der Herstellung von Markisen wurde Segeltuch verwendet. Danach wurde lange Jahre nur Acrylgewebe angeboten. Acryl ist ein hervorragender Stoff für Markisen. In den letzten Jahren wurden die Markisen aber immer mehr – fälschlicher Weise – als Regenschutz verwendet. Acryl hat die Eigenschaft bei Nässe zu verformen und im trockenen Zustand „wellig“ zu bleiben, was allerdings kein Qualitätsverlust ist, sondern nur eine optische Beeinträchtigung bedeutet. Acryltücher sind bekannt für Ihre außergewöhnliche Langlebigkeit, hohe UV-Beständigkeit und bestehende Farbbrillanz über viele Jahre hinweg.

 

Acrylgewebe
Acrylgewebe

Polyestergewebe besitzen ein gutes Rücksprungverhalten und werden sich auch bei Nässe nicht langfristig verformen und bei Trocknung wieder straffen. Außerdem besitzt das Gewebe eine natürliche textile Haptik für einen besonders wohnlichen Charakter.

 

Polyestergewebe

 

Soltisgewebe® (perforierter Kunststoff) hat sich bei den Senkrechtmarkisen etabliert, da man durch die Perforation hindurchsehen kann und nicht wie vor einer Wand steht, was eine verbesserten Blick in das Umfeld ermöglicht. Gleichzeitig wird aber durch die schräge Perforation ein Einblick weiter aus der Ferne von außen erschwert.

 

Soltis® (PVC)

 

Glasfaser zeichnet sich durch eine besondere Strapazierfähigkeit aus und ist entsprechend pflegeleicht.

 

Glasfasergewebe

 

Jeder Stoff hat seine bestimmte Eigenschaft und kann den baulichen Gegebenheiten und Vorlieben der Bauherren entsprechend ausgewählt werden. Acry, Polyester und Glasfaser können auch als Zipversion montiert werden. Im Allgemeinen sind die preislichen Unterschiede allerdings relativ gering.

Falls Sie sich nicht sofort entscheiden können oder die Kraft der Sonne unterschätzt hätten, kann man beruhigt sein, da sich eine Markise auch immer nachrüsten lässt.

Der Antrieb von Markisen wird heutzutage fast immer mit Motor gestaltet, da die preislichen Unterschiede zum Handantrieb mittlerweile vernachlässigbar sind. Verschiedene Steuereinheiten, wie BUS-Systeme oder Apps für IOS und Android stehen dabei zur Verfügung, sowie 1, 5, und 15 Kanal Handsender.


belanda Überdachung von untern Google MyBusiness

Überdachungssysteme und Merkmale

Lösungen für Terrasenüberdachungen gibt es jede Menge und es ist nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Es gibt Bausätze von Obi, Hornbach und zahlreichen Internetshops. Mit ausreichend handwerklichem Geschick kann man sich auch komplett selbst behelfen. Sie können den regionalen Handwerker aus der Umgebung anfragen oder sich direkt an die Systemanbieter, wie z.B. Schüco oder Solarlux wenden. Letztere werden Sie aber mit großer Wahrscheinlichkeit wieder an ihre lokalen Handwerkspartner verweisen.

Wichtigste Entscheidungsfaktoren sind dabei der Preis, Sicherheit (Ein 4x1m VSG 12 mm Glaselement wiegt 130kg und wer will da gerne bei nicht-fachmännische Aufstellung mit seiner Famile drunter sitzen), sowie Verfügbarkeit (insbesondere bei der Montage) und die Langlebigkeit. Terrassenüberdachungen sollten dabei als Investition betrachtet werden, die einem über mehrere Jahrzehnte Freude bereiten und den Wert der Immobilie nachhaltig steigern sollen.

 

Die erste Entscheidung bei der Auswahl der Terrassenüberdachung wird meist bezüglich der Dachplatte gefällt – Polycarbonat oder Glas.

Der Vorteil von Polycarbonat is ganz klar der Preis, im Schnitt kosten Polycarbonat Platten ca. 50% weniger als Glas und sind darüber hinaus hitzebeständiger. Dahingegen verwittern Polycarbonat Platten deutlich schneller als Glas und sehen über die Jahre eventuell nicht mehr ganz so edel aus.

 

Wurden in den 70zigern hauptsächlich reine Stahl-Unterkonstruktionen mit Well-Blech, Eternit oder Polyester Wellbahnen eingedeckt, setzte sich im Laufe der Zeit die Aluminium-Unterkonstruktion mit Glaseindeckung bei Terrassenüberdachungen durch. Es kamen viele verschiedene Hersteller auf den Markt.

Bekannteste Hersteller solcher Lösungen in Deutschland sind beispielsweise Schüco, Solarlux oder Teranda. Wir bei Landauer waren bei dieser Entwicklung von Anfang an dabei und entwickelten unsere eigene flexible belanda Lösung.

 

Im Folgenden werden wir auf die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale der gängisten Lösungen von Alukonstruktion mit Glaseindeckung eingehen, die bei Ihrem Entscheidungsprozess eine hilfreiche Stütze sein können.

 

Stützen

Bei den meisten Herstellern wird ab 4m Dachbreite eine Mittelstütze erforderlich. Bei belanda können wir ohne Mittelstütze bis zu 7m freispannen ohne die Optik zu beeinträchtigen, da wir den vorderen Träger flexibel wählen können.

 

Sparrenabstände und Einglasung

Die Glasdicke wird dabei in mm angegeben und hängt von der Schnee/Windlast, sowie den Sparrenabstände (Rastermaß) ab. VSG bedeutet Verbundsicherheitsglas und ist der Standard bei Überdachungen, da durch eine reißfeste Folie im Falle eines Bruches Splitter verhindert werden und die Verletzungsgefahr erheblich reduziert wird. Als Referenz nehmen wir das geprüfte belanda System her, um das Verhältnis der Sparrenabständen und Längenmaßen mit den VSG Maßen zu illustrieren (bei Schneelast von max. 125 kg/qm):

 

VSG   8 mm         Rasterabstand 0,75 m / Scheibenlänge 3,0 m

VSG 10 mm         Rasterabstand 0,90 m / Scheibenlänge 3,0 m

VSG 12 mm         Rasterabstand 1,00 m / Scheibenlänge 4,0 m an einem Stück

 

Wenn die Unterkonstruktion biegesteifer ausgeführt wird (L/300) können auch noch längere Scheiben eingebaut werden.

Polycarbonat und Acrylglasplatten sind in der DIN 18008 nicht geregelt und man kann sie nach Lust und Laune verlegen. Man muss aber die Verlegevorschriften der Hersteller beachten. Die liegen meist bei einer Breite von einem Meter und einer Länge von 5-6 m.

 

Hausbefestigung

Des Weiteren wird bei jeder Dachkonstruktion die Befestigung am Haus berechnet. Isolierputz und Mauerbeschaffenheit spielen dabei eine große Rolle. Bei isolierputz gibt es verschieden Systeme um die Isolierung zu überbrücken, z.B. von Hilti , Würth oder Fischer.